Paparazzi auf Spurensuche: Ein besonderer Vormittag im Jüdischen Museum

Was macht ein Museum eigentlich spannend? Klar, die Exponate – aber noch besser wird es, wenn man sie selbst durch die Linse entdecken darf! Im Rahmen des Kulturrucksacks tauschten unsere Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer gegen das Jüdische Museum in Fürth ein. Doch wir waren nicht als normale Besucher dort: Wir waren als Paparazzi unterwegs.
Mit Museums-Tablets auf der Jagd nach dem Motiv
Das Museum stellte uns für das Projekt moderne Tablets zur Verfügung, mit denen die Jugendlichen das historische Gebäude erkundeten. Die Aufgabe? Den perfekten Schnappschuss landen! Dabei ging es nicht nur darum, wahllos zu knipsen, sondern Details zu finden, die eine Geschichte erzählen. Ob kunstvolle Silberbecher, alte Schriften oder versteckte Winkel im Haus – die Schüler suchten nach spannenden Perspektiven und besonderen Momenten.
Experten-Check und spannende Einblicke
Nach der digitalen Erkundungstour wurde es richtig interessant: Wir schauten uns die Ausbeute gemeinsam an. Eine sehr nette Mitarbeiterin des Museums nahm sich viel Zeit, um die ausgewählten Bilder der Nachwuchs-Fotografen zu besprechen.
Dabei lernten wir ganz nebenbei:
Was die Gegenstände auf den Fotos eigentlich bedeuten.
Wie jüdisches Leben früher in Franken aussah und heute gelebt wird.
Warum manche Ausstellungsstücke für die jüdische Kultur besonders wichtig sind.
Unser Fazit:
Der Ausflug hat gezeigt, dass Geschichte alles andere als verstaubt sein muss, wenn man sie mit moderner Technik kombiniert. Durch die Rolle der Paparazzi haben wir das Museum mit ganz anderen Augen gesehen. Ein großes Dankeschön an das Team des Jüdischen Museums Fürth und den Nürnberger Kulturrucksack!

Depressionen? Kein Tabu auf unserer Bühne 

In der heißesten Woche des Schuljahres 2025, vom 30. Juni bis zum 4. Juli, hatten alle Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Mittelschule hitzefrei. Doch Maya, Julia, Fabienne, Nasra, Leona, Marlon, Ionut und ihre Trainerin Annika nutzten diese Tage freiwillig, um ein besonderes Theaterstück auf die Beine zu stellen. Unter dem Titel „Nur schlecht drauf? – oder steckt eine Depression dahinter?“ bereiteten die acht engagierten Jugendlichen ein interaktives Theaterstück vor, das sich mit dem sehr sensiblen Thema Depression auseinandersetzt. Am 4. Juli war es dann soweit:

Die Aufführung fand vor Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen, in zwei Zeitabschnitten, statt. Im Mittelpunkt standen die beiden Hauptfiguren Rico (gespielt von Ionut) und Anna (gespielt von Julia). Sie verkörperten zwei Jugendliche mit unterschiedlichen Lebensrealitäten. In mehreren Alltagsszenen sollten die Zuschauerinnen und Zuschauer einschätzen, ob und bei wem von beiden Anzeichen einer Depression erkennbar waren. Dabei unterstützte eine Checkliste das Publikum bei der Einschätzung. Nach der Auflösung wurde nicht nur deutlich, wie eine Depression verlaufen kann, sondern auch, welche entscheidende Rolle das soziale Umfeld spielt, sei es Familie, Schule oder auch der Freundeskreis. Die beiden Vorstellungen boten eine wertvolle Gelegenheit, Schülerinnen und Schüler behutsam an das Thema heranzuführen. Das Projekt war ein voller Erfolg. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, viele zeigten sich nachdenklich, interessiert und sensibilisiert. 

Ein besonderer Dank gilt der Projektleiterin Annika, die trotz der heißen Temperaturen mit großem Engagement und Optimismus durch die Vorbereitungs- und Probezeit führte. Ebenso danken wir der AOK Mittelfranken, die dieses wichtige und einzigartige Projekt für Jugendliche möglich macht. 

https://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_51717.html

Die 7c und ihr Ticket ins Schreibabenteuer 

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c wurden seit Ende April von den Mitarbeiterinnen des Theaters Mummpitz begleitet, der Schauspielerin Frau Zieser und der Theaterpädagogin Frau Kremer. Ziel des Projekts war es, gemeinsam etwas Besonderes zu schaffen. Zusammen mit den beiden Theaterspezialistinnen nahm die Klasse 7c an einer Schreibwerkstatt teil. Durch theaterpädagogische Spiele weckten Sabine und Meike anfangs die Neugier der Jugendlichen und begeisterten sie für das kreative Schreiben. Schritt für Schritt wurden die Schülerinnen und Schüler an das Thema „Texte“ herangeführt. Sie spielten mit Sprache, probierten Wortspiele aus und beschäftigten sich erstmals mit dem Grundlagentext „Das goldene Ticket“. In regelmäßigen Treffen entwickelten sie diese wunderbare Geschichte weiter. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler immer einen Text, den sie wiederum ohne Vorgaben, weiterschrieben. Die von der Klasse verfassten Texte wurden regelmäßig von Sabine und Meike überarbeitet und zu einer zusammenhängenden und wunderbaren Geschichte zusammengestellt. Auch diejenigen, denen das Schreiben schwerfiel, konnten sich einbringen, indem sie ihre Ideen und Gedanken in Zeichnungen ausdrückten. So entstand eine Geschichte, die von der ganzen Klasse weiterentwickelt wurde. 

Einige Tage vor dem großen Auftritt erhielt die Klasse ihr fertiges Werk, eine Sammlung aller Texte, Bilder und Einfälle. Die Reaktion war Staunen und Begeisterung. Viele waren überrascht, was sie gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. 

Dann begann die Probenphase. Zwei intensive Tage nutzte die Klasse, um sich auf die Aufführung vorzubereiten. Jeder der vielen Absätze der Geschichte wurden auf die Schülerinnen und Schüler verteilt. Beim Vorlesen spielten Tonlage, Aufmerksamkeit und respektvolles Feedback eine wichtige Rolle. 

Mutig präsentierte die Klasse 7c ihr Werk vor rund hundert Schülerinnen und Schülern in der Aula. Das Theaterprojekt Schreibwerkstatt war ein voller Erfolg. Die gelungene Mischung aus Schreiben, Zuhören, Lesen, Spielen, Zeichnen und viel Spaß brachte sogar die schüchternsten Kinder zum Mitmachen. 

Ein großer Dank geht an Sabine und Meike für ihre engagierte, flexible und intensive Begleitung. 

Mottowoche 2025 – von Schick bis Schlafanzug! 

Für die Mottowoche dieses Schuljahr hat sich die SMV wieder verschiedene Themen überlegt. Am Montag sollten sich alle als Figur aus einem Film oder einer Serie anziehen. Auf dem Pausenhof konnte man einige Minions, Hermines und eine Belle entdecken. Dienstags stand alles unter dem Motto Eleganz und am Mittwoch tauschten Jungen und Mädchen mal ihre Klamottenstile. Die verschiedenen Kulturen unserer Schule würdigten wir am Donnerstag und zum Abschluss der Woche durften am Freitag alle im Schlafanzug kommen.  

SMV-Jahresprojekt: VERWORREN 

Das Jahresprojekt der SMV stand dieses Jahr unter dem Motto „Demokratie leben!“. Wie demokratisch ist unsere Welt? Informiert man sich über die verschiedenen Länder, stellt man schnell fest, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist.  

Für unser Projekt spannten wir alle unsere Schülerinnen und Schüler ein. 17 Klassen – nahezu 400 Schüler und Schülerinnen – sammeln also Informationen über 195 Länder dieser Welt: Was macht eine echte Demokratie aus? Was sind Scheindemokratien? Wie viele Länder dürfen denn wirklich den Titel „echte Demokratie“ tragen? Dies bilden wir künstlerisch als Fadenbild ab. Nur demokratische Länder befinden sich nicht hinter Gittern bzw. Fäden. Unsere zwei 7. Klässlerinnen Rand und Rimas spannten die Fäden und bemalten die demokratischen Länder grün.  

Unser Bild schmückt nun eine Wand im Haupthaus der Ossietzky-Schule und erinnert uns tagtäglich daran, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist.  

Unser SMV-Projekt war zudem Teil der Kulturtage der Nürnberger Grund-, Mittel- und Förderschulen zum Thema “Irgendwo und nebenan” und wurde dafür im Juni in der Kulturwerkstatt auf AEG ausgestellt.